UA-88651321-1 Die Ausstellung ⋆ GrohsFORMAT

Die Ausstellung: “Lange Heimkehr”
in der Villa Falkenhorst

 

Ich bin selbst eine Leserin, die Tatsachenromane liebt und dabei immer ein Handy, einen iPad oder einen Laptop, oft sogar weitere Bücher zum gleichen Thema in der Nähe hat, um spezielle Begebenheiten zu verifizieren oder noch genauer zu recherchieren. Ich liebe das!

Und jetzt haben auch meine Leser:innen die Gelegenheit, “Dönz. So weit man weiß” zu greifen: Katharinas Brief an ihre Mutter von 1895. Stücke aus dem Konvolut von über 260 Briefen und Postkarten, geschrieben innerhalb der Familie zwischen 1895 und 1964. Zeitungsartikel en masse. Ernests französischen Pass, seine Wahlkarten, Berufsbescheinigungen. Fotos aus der gesamten Epoche und eines der ältesten: das, auf dem mein Großvater gerade einmal drei Jahre alt ist. Geräte, Schmuck, Accessoires, die erhalten geblieben sind und in “Dönz. So weit man weiß” erwähnt werden.

Lesen und angreifen, lesen um zu begreifen, begreifen und dann lesen: Glück

Hier gibt es eine kleine Peep-Show in dieses Glück: die Ausstellung online

“Dönz. So weit man weiß” ist auch in der Villa Falkenhorst erhältlich.

 

Katharina Maria Dönz, geborene Wiederin

Zentrum der Ausstellung steht aber nicht “Gesamt-Dönz”, sondern eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit: meine Urgroßmutter Katharina Maria Dönz.

1874 geboren, eröffnete sie, die ledige 26jährige Frau, im Jahr 1900 in Tschagguns ihr erstes eigenes Geschäft. Das – damals hat das niemanden gewundert – 1905 in Konkurs ging. Was dazu führte, dass sie 1908 auswanderte: nach Maisons-Alfort nahe Paris, ganz nahe zu Vitry-sur-Seine, wo mein Urgroßvater, ebenfalls Montafoner, bereits seit Jahren wohnte und waltete.

Ob sie sich damals schon gekannt haben und wie es weiterging mit den beiden,
und wie es ihren Kindern in der Zeit über zwei Weltkriege erging,
kann man in der Ausstellung sehen und in “Dönz. So weit man weiß” nachlesen.

 

Das Team

Dieter Petras hat mir viel bei den Recherchen zu “Dönz. So weit man weiß” geholfen. Er war es auch, der die Initialzündung zu einer großartigen Idee gab: “Du hast so viel Material – wir hätten genug für eine eigene Ausstellung, und ich weiß auch schon, wer sich dafür interessieren könnte …”

Danke Verena Burtscher von der Villa Falkenhorst für Dein Interesse, danke Dieter Petras für die Initialzündung und historische Begleitung, danke Ingrid A. Kornexl für die grafische Gestaltung. Danke Euch allen und dem ganzen Team von Falkenhorst für die beseelenden Tage der Einkehr, während derer wir zusammen, jeder seinem Handwerk und seinem Wissen entsprechend, die Ausstellung gestaltet haben!

 

Öffnungszeiten: Sonntag von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr, jeweils während der Veranstaltungen in der Villa Falkenhorst und jederzeit nach Vereinbarung. Führungen sind ebenfalls nach Vereinbarung möglich.

Lesung mit Sabine Grohs: 12. November 2021 um 19 Uhr

Genealogie-Tag am 30. Oktober 2021: Workshops & Praxisarbeit für Einsteiger_innen und Fortgeschrittene

Die Eröffnung der Ausstellung “Lange Heimkehr” in der Villa Falkenhorst in Thüringen
fand am 30. September 2021 um 19 Uhr in Falkenhorst statt.

Die Ausstellung wird auf der Villa Falkenhorst von Ende September bis Jänner 2022 gezeigt. Danach geht sie als Wanderausstellung in die Vorarlberger Museumswelt in Frastanz, ins kunstforum montafon und weitere Orte.

Ich freue mich auf Euren Besuch!

To bring freedom to mankind means to get them to talk to each other.”
Karl Jaspers, dt. Philosoph (1883-1969)
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