Die Ausstellung: „Lange Heimkehr“
im Kunstforum Montafon

Ich bin selbst eine Leserin, die Tatsachenromane liebt und dabei immer ein Handy, einen iPad oder einen Laptop, oft sogar weitere Bücher zum gleichen Thema in der Nähe hat, um spezielle Begebenheiten zu verifizieren oder noch genauer zu recherchieren. Ich liebe das!

Und jetzt haben auch meine Leser:innen die Gelegenheit, „Dönz. So weit man weiß“ zu greifen: Katharinas Brief an ihre Mutter von 1895. Stücke aus dem Konvolut von über 260 Briefen und Postkarten, geschrieben innerhalb der Familie zwischen 1895 und 1964. Zeitungsartikel en masse. Ernests französischen Pass, seine Wahlkarten, Berufsbescheinigungen. Fotos aus der gesamten Epoche und eines der ältesten: das, auf dem mein Großvater gerade einmal drei Jahre alt ist. Geräte, Schmuck, Accessoires, die erhalten geblieben sind und in „Dönz. So weit man weiß“ erwähnt werden.

Lesen und angreifen, lesen um zu begreifen, „es greifen können“: Glück

Die Villa Falkenhorst hat sich des Themas angenommen und im Team haben wir eine Wanderausstellung mit dem Namen „Lange Heimkehr“ zusammengestellt, die nun durch Vorarlberg tourt.

Die nächste Station ist im Kunstforum Montafon,
wo die Ausstellung am 16. September 2022 um 19 Uhr eröffnet wird –
komm zur Vernissage!

Die Ausstellung ist dort bis 16. Oktober zu den Öffnungszeiten zu sehen :
Dienstag bis Freitag und Sonntag 16 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Von 27. bis 30. September werde ich jeden Tag zu den Öffnungszeiten für Führungen und Fragen in der Ausstellung sein.

Hier findet Ihr das Rahmenprogramm.

 

Kleiner Blick online

Hier gibt es eine kleine Peep-Show in dieses Glück: in die Ausstellung,
wie sie in der Villa Falkenhorst real gezeigt wurde (danke Gebhard Jenny und Dieter Petras).
Für eine Full-Screen-Ansicht klicken Sie bitte unten in der Mitte auf den kleinen Pfeil
und treten Sie ein.

„Dönz. So weit man weiß“ ist während der Ausstellungszeit auch im Kunstforum Montafon erhältlich.

 

Katharina Maria Dönz, geborene Wiederin

Im Zentrum der Ausstellung steht aber nicht „Gesamt-Dönz“, sondern eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit: meine Urgroßmutter Katharina Maria Dönz.

1874 geboren, eröffnete sie, die ledige 26jährige Frau, im Jahr 1900 in Tschagguns ihr erstes eigenes Geschäft. Das – damals hat das keinen gewundert, sie war ja schließlich „nur ein Weib“ – 1905 in Konkurs ging.
Was dazu führte, dass sie 1908 auswanderte: nach Maisons-Alfort nahe Paris, ganz nahe zu Vitry-sur-Seine, wo mein Urgroßvater, ebenfalls Montafoner, bereits seit Jahren wohnte und waltete.

Ob sie sich damals schon gekannt haben und wie es weiterging mit den beiden, und wie es ihren Kindern in der Zeit über zwei Weltkriege erging, kann man in der Ausstellung sehen und in „Dönz. So weit man weiß“ nachlesen.

 

Das Team

Dieter Petras hat mir viel bei den Recherchen zu „Dönz. So weit man weiß“ geholfen. Er war es auch, der die Initialzündung zu einer großartigen Idee gab: „Du hast so viel Material – wir hätten genug für eine eigene Ausstellung, und ich weiß auch schon, wer sich dafür interessieren könnte …“

Danke Verena Burtscher von der Villa Falkenhorst für Dein Interesse, danke Dieter Petras für die Initialzündung, Konzeption und historische Begleitung, danke Ingrid A. Kornexl für die grafische Gestaltung. Danke Euch allen und dem ganzen Team von Falkenhorst für die beseelenden Tage der Einkehr, während derer wir zusammen, jeder seinem Handwerk und seinem Wissen entsprechend, die Ausstellung gestaltet haben!

Frühere Ausstellungen von „Lange Heimkehr. Vom Schaffen und Machen einer mutigen Frau“:

10. März bis 30 Juni: Vorarlberger Museumswelt in Frastanz 
30. September bis 1. Jänner 2022: Villa Falkenhorst

 

Ich freue mich auf Euren Besuch!

Wahre Mittheilung findet nur unter Gleichgesinnten, Gleichdenkenden statt.”
Novalis, dt. Dichter (1772-1801)
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